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Die lange Tradition der "Mutter Habenicht" |

In den 60er Jahren in Braunschweig
Wie an jedem ganz normalen Werktag erhält der Buchdruckerlehrling Reinhard Schreiber um die Mittagszeit einen täglichen Spezialauftrag. Er macht sich also auf in die Kneipe "Mutter Habenicht", gleich um die Ecke beim Braunschweiger Dom. Sein Auftrag heißt: "Gesellen holen". Die Gesellen seines Lehrbetriebes hatten damals nämlich die Angewohnheit, sich in der Mittagspause am urgemütlichen Tresen der "Mutter Habenicht" dem ausschweifenden Bierkonsum hinzugeben. Und ohne Schreibers regelmäßige Einsätze hätten sie den Weg zurück zur Buchdruckerei nicht mehr gefunden.
Bei so alten Beziehungen ist es leicht verständlich, dass Reinhard Schreiber ohne langes Zögern zusagte, als man ihm 1992 die Übernahme des Betriebs der "Mutter Habenicht" anbot.
Ein Buchdrucker wechselt die Seiten
Zunächst entwickelte er für die schon seit 1870 bestehende "Mutter Habenicht" das Konzept von der urigen Speisekneipe. Es sollte im Papenstieg 3 genau das zu essen und zu trinken geben "... was mir schmeckt", wie Reinhard Schreiber sagt.
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